Das Ziel war auch rasch gefunden - der Kreiskogel mit seinen 2.306m in den Seetaler Alpen.
Dies sollte zugleich auch Felix erster 2.000er werden. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste war, das Felix von der Winterleitenhütte bis hinauf zum Gipfelkreuz des Kreiskogels alles zu Fuß ging.
Um cirka 09:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz direkt unterhalb der Winterleitenhütte, welcher aber um diese Uhrzeit schon überfüllt war. Mit Müh und Not konnte ich unser Auto am Straßenrand in eine Lücke zwischen zwei Autos zwängen. Nachdem alles aus- bzw. eingepackt war, marschierten wir das kurze Stück hinauf zur Winterleitenhütte.
Bei der Winterleitenhütte angekommen zeigte sich auch bereits unser heutiges Tagesziel in seiner vollen Pracht.
kleiner Winterleitensee mit dem Kreiskogel im Hintergrund
Wir durchquerten die Furt rechts von der Hütte und folgten dem Wanderweg auf der rechten Seite des Sees hinauf zum Großen Winterleitensee und der oberen Winterleitenhütte.
da wollen wir rauf!
Kreiskogel-Einmündung Weg 312
Felix hatte seine Freude bei der Durchquerung der vielen Wasserläufe, da er mit seinen wasserdichten Bergschuhen in jeden hineinsteigen konnte.
Felix beim Aussicht genießen
Je länger wir unterwegs waren und je höher wir kamen, desto mehr wunderte ich mich über sein Durchhaltevermögen. Kein einziges Mal erwähnte er, dass er in die Rückentrage wolle, stattdessen legten wir zwei oder drei kürzere Pausen ein, was ihm reichte und nachdem er mit "Saftpower" versorgt war, ging es wieder schnurstracks weiter hinauf zum Gipfel.
was hier alles verboten ist
Tiefblick zu den beiden Winterleitenseen
"ich bin noch fit, und du?..."
Die letzten Meter zum Ziel ging es über Blockgelände hinüber zum Gipfelkreuz, welches wir nach knapp
2 1/2 Stunden Marschzeit erreichten.
Und somit stand Felix auf seinem allerersten 2.000er, den er noch dazu ohne fremde Hilfe bestiegen hat!
Am Gipfel angekommen war Felix erste Aussage: "Wow, schau diese geile Aussicht...!"
am Gipfel, sein erster 2.000er
extra Höhenangabe
Rasch noch ein paar Fotos gemacht und dann ging es ein Stückerl vom Gipfel hinunter wo wir gemütlich eine kleine Gipfelrast einlegten.
das hab ich mir jetzt aber verdient
da oben waren wir
Nach einer ausreichenden Stärkung wollten wir uns an den Abstieg machen. Jetzt wollte Felix aber in die Rückentrage und ich verwehrte es ihm auch nicht, da man ihm bereits ansah, dass er müde war.
Die ersten hundert Höhenmeter im Abstieg hörte ich ihn hinten in der Trage leise singen. Klang irgendwie wie "in die Berg bin i gern", und noch ein paar andere wanderlieder.
Aber nachdem die Hälfte des Abstieges, welcher auf den Aufstiegsspuren erfolgte, geschafft war, schlief er ein und wachte erst als ich ihn abstellte bei der Winterleitenhütte auf.
Nach cirka 3 1/2 Stunden erreichten wir wieder die Winterleitenhütte und nach einer kleinen Stärkung ging es noch zum kleinen Winterleitensee um mit den Enten zu spielen.
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